Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.

PV-Check: Was genau wird geprüft?

Ein professioneller PV-Check ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zur eigenen Solaranlage. Doch was genau wird dabei eigentlich analysiert? Viele Hausbesitzer fragen sich, ob ein Online-Check wirklich aussagekräftig sein kann. Die Antwort ist: Ja — wenn die richtigen Parameter untersucht werden. In diesem Artikel erklären wir jeden einzelnen Prüfpunkt.

Dachausrichtung und Neigung

Der erste und grundlegendste Faktor ist die Ausrichtung Ihres Daches. Ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einer Neigung von 30 Grad gilt als ideal — hier trifft die Sonnenstrahlung im optimalen Winkel auf die Module. Doch auch Abweichungen sind in der Regel kein Problem.

Ost-West-Ausrichtungen erreichen typischerweise 85 bis 90 Prozent des maximalen Ertrags. Der Vorteil: Die Stromproduktion verteilt sich gleichmässiger über den Tag, was den Eigenverbrauch erhöht. Selbst reine Nord-Dächer können mit modernen, hocheffizienten Modulen noch wirtschaftlich sein — allerdings mit deutlichen Einbussen beim Ertrag.

Die Dachneigung beeinflusst ebenfalls den Ertrag. In der Schweiz liegt der optimale Winkel zwischen 25 und 35 Grad. Flachdächer bieten den Vorteil, dass Module mit Aufständerungen im idealen Winkel montiert werden können.

Verfügbare Dachfläche

Die nutzbare Dachfläche bestimmt, wie gross Ihre Solaranlage werden kann. Dabei wird nicht die gesamte Dachfläche herangezogen — Gauben, Kamine, Dachfenster, Lüftungen und vorgeschriebene Randabstände reduzieren die verfügbare Fläche.

Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Peak (kWp) installierter Leistung benötigen Sie etwa 5 bis 6 Quadratmeter Dachfläche. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer 10-kWp-Anlage brauchen Sie also rund 50 bis 60 Quadratmeter nutzbare Fläche.

Verschattung

Verschattung ist einer der kritischsten Faktoren für den Ertrag einer Solaranlage. Bereits ein kleiner Schatten auf einem einzelnen Modul kann die Leistung der gesamten Modulreihe erheblich reduzieren. Der PV-Check analysiert potenzielle Schattenquellen:

Stromverbrauch und Eigenverbrauchspotenzial

Der PV-Check analysiert Ihren aktuellen Stromverbrauch und berechnet, wie viel des erzeugten Solarstroms Sie selbst nutzen können. Der Eigenverbrauchsanteil ist ein entscheidender Wirtschaftlichkeitsfaktor: Selbst genutzter Solarstrom spart mehr als eingespeister, da die Einspeisevergütung deutlich unter dem Netzstrompreis liegt.

Ein typischer Haushalt ohne spezielle Massnahmen erreicht einen Eigenverbrauchsanteil von 25 bis 35 Prozent. Mit einem Batteriespeicher steigt dieser auf 60 bis 80 Prozent. Auch eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto können den Eigenverbrauch massiv erhöhen.

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Sonneneinstrahlung am Standort

Die Globalstrahlung — also die gesamte am Boden ankommende Sonnenenergie — variiert in der Schweiz je nach Region erheblich. Im Mittelland liegt sie bei rund 1'100 bis 1'200 kWh pro Quadratmeter und Jahr, im Wallis und Tessin bei 1'400 bis 1'600 kWh. Der PV-Check nutzt standortgenaue Strahlungsdaten, um den erwarteten Ertrag Ihrer Anlage präzise zu berechnen.

Netzeinspeisung und Vergütung

Nicht jeder erzeugte Solarstrom wird im Haushalt verbraucht. Der Überschuss wird ins Netz eingespeist. Die Höhe der Einspeisevergütung variiert je nach Energieversorger erheblich — von 4 bis 12 Rappen pro Kilowattstunde. Der PV-Check berücksichtigt die lokale Vergütung, um die Wirtschaftlichkeit realistisch zu berechnen.

Fördermöglichkeiten

Ein wichtiger Teil des PV-Checks ist die Ermittlung der verfügbaren Fördermittel. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes, kantonale Förderprogramme und die steuerliche Abzugsfähigkeit werden berücksichtigt. Diese Faktoren senken die effektiven Investitionskosten erheblich und verkürzen die Amortisationszeit.

Wirtschaftlichkeitsberechnung

Alle Prüfpunkte fliessen in eine Gesamtberechnung ein, die Ihnen zeigt: Was kostet die Anlage, wie viel sparen Sie jährlich, und wann hat sich die Investition amortisiert? Die Berechnung berücksichtigt auch steigende Strompreise und die Degradation der Module über die Jahre.

Das Ergebnis ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die Ihnen klar zeigt, ob und wie sich eine Solaranlage auf Ihrem Dach lohnt. Und das Beste: Der PV Sofort Check liefert Ihnen all diese Informationen in nur 60 Sekunden — kostenlos und unverbindlich.

Ertragsprognose und regionale Unterschiede in der Schweiz

Moderne Simulationstools für PV-Checks verwenden detaillierte 3D-Geländemodelle und reale Wetterdaten der letzten 20 Jahre für präzise standortbezogene Ertragsprognosen Ihrer geplanten Solaranlage. Für die verschiedenen Regionen der Schweiz liegen die typischen jährlichen Erträge zwischen 900 kWh pro installiertem kWp im häufig nebligen Mittelland und über 1’300 kWh pro kWp in sonnenverwöhnten höheren Lagen wie dem Wallis, dem Engadin oder dem Tessin. Alpine Standorte profitieren dabei gleich mehrfach: Die höhere direkte Sonneneinstrahlung, die kühlere und dünnere Luft in der Höhe, die den Wirkungsgrad der Module messbar erhöht, und die zusätzliche Reflexion des Sonnenlichts durch schneebedeckte Oberflächen steigern den Gesamtertrag erheblich. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung im Rahmen des PV-Checks erfolgt auf Basis des aktuellen lokalen Stromtarifs Ihres Energieversorgers, der geltenden Rückspeisvergütung und der Pronovo-Einmalvergütung des Bundes. Der PV-Check zeigt Ihnen den optimalen erreichbaren Eigenverbrauchsanteil und berechnet die realistische Amortisationsdauer unter den spezifischen Bedingungen Ihres Standorts in der Schweiz – inklusive aller verfügbaren kantonalen Förderbeiträge und steuerlichen Abzugsmöglichkeiten in Ihrem Wohnkanton. So erhalten Sie eine solide und zuverlässige Entscheidungsgrundlage für Ihre Investition in eine eigene Solaranlage auf dem Dach Ihres Eigenheims.

Statik und Dachzustand im PV-Check

Der PV-Check berücksichtigt neben der Ertragsberechnung auch die Statik des bestehenden Dachs und prüft sorgfältig, ob die Tragkraft der Dachkonstruktion für eine zusätzliche Aufdach-Montage mit Solarmodulen ausreicht. Moderne Solarmodule wiegen inklusive Montagesystem etwa 12–15 kg pro Quadratmeter – das entspricht ungefähr der Last einer leichten Schneedecke. Bei älteren Gebäuden in der Schweiz, insbesondere bei Bauten vor 1970, kann jedoch eine statische Verstärkung der Dachkonstruktion durch einen Bauingenieur erforderlich sein – diese zusätzlichen Kosten werden im PV-Check transparent ausgewiesen und in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einbezogen. Auch der allgemeine Zustand des Dachs wird bewertet: Bei einem Dach, das in den nächsten 5–10 Jahren ohnehin saniert werden muss, empfiehlt sich die gleichzeitige Installation einer Indach-Anlage, die die Dacheindeckung gleich mit ersetzt. So sparen Sie die doppelten Gerüstkosten und die Demontage und erneute Montage der Solarmodule bei einer späteren Dachsanierung.

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